Fotoausstellung in der Tagesklinik eröffnet

Leben in der Wüste - Die Wüste lebt: Seit Freitag, 11. Dezember, sind in den Räumlichkeiten der Tagesklinik Fotografien der Celler Künstlerin Maria E. Brusdeylins zu sehen. Bereits seit vielen Jahren reist sie in die Wüstenlandschaften der Welt, stets mit der Kamera als einzigem Begleiter. Sie fängt Momente des Lebens in der Wüste und mit der Wüste ein, Menschen, Tiere, Pflanzen und bannt zugleich die ewige Weite der Natur.

Diese Fotoausstellung markiert den Beginn der Wechselausstellungen, die in der Tagesklinik zu sehen sein werden.

Noch bis Mitte Februar sind die Fotos an den Wochentagen immer zwischen 16 und 18 Uhr (freitags schon ab 15 Uhr) sowie an den Wochenenden zu besichtigen.

Psychiatrisch-Psychosomatische Klinik Celle eröffnet

Krankenhaus für die Seele bietet rund um die Uhr Betreuung

 Mit über 400 angemeldeten Gästen fand die feierliche Einweihung der neuen Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik in Celle heute, am 14. August 2015, statt. Die Grußworte der Niedersächsischen Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Cornelia Rundt, Landrat für den Landkreis Celle Klaus Wiswe und des Celler Oberbürgermeisters Dirk-Ulrich Mende betonten die Bedeutung der neuen Klinik für die regionale Gesundheitslandschaft.

In einer Tagesklinik mit 30 Plätzen und zwei Stationen mit je 24 Betten kümmern sich 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Genesung und das Wohlergehen der Patienten mit psychiatrischer sowie psychosomatischer Diagnose. Das Land, vertreten durch Ministerin Rundt, hat in den Neubau Fördermittel in Höhe von 9,3 Millionen Euro investiert. „Das Geld ist sehr gut angelegt“, so Ministerin Cornelia Rundt. „Die Patientinnen und Patienten dürfen sich auf eine vorbildliche Versorgung freuen.“

Im Treppenhaus begleiteten jazzige Klänge des Christian von der Osten Trios die Besucher in das noch nicht ausgebaute Obergeschoß der neuen Klinik, wo Dr. Matthias Willkening, Geschäftsführung Klinikum Wahrendorff, die Gäste herzlich begrüßte und auf die Innovationsbereitschaft des Klinikum Wahrendorff, zu dem die Klinik Celle gehört, hinwies.

„Wir reden gern von dem etwas sperrigen Begriff Inklusion“, sagte die Ministerin. „Der zentral gelegene moderne und offene Bau macht deutlich, dass Psychiatrie auch zur Stadt und zum Stadtbild gehört.“ Das sei gerade auch in einem Flächenland wie Niedersachsen wichtig, in dem die psychiatrische und psychosomatische Versorgung der Patienten noch nicht überall zufriedenstellend gewährleistet sei. „Ein Ausbau ist in Niedersachsen dringend erforderlich.“

Landrat Wiswe, der auch als Vorsitzender des Aufsichtsrats des AKH Celle sprach, freute sich anlässlich der Eröffnung erneut über den damaligen gemeinsamen Entschluss von AKH, dem Landkreis als dem Verantwortlichen für die sozialpsychiatrische Versorgung und des Klinikum Wahrendorff, „stadtnah zu bleiben und verknüpfte Versorgung zu bieten“. Auch die Unterbringung der Tagesklinik unter demselben Dach wie die vollstationären Versorgungbereiche begrüßte der Landrat sehr.

Mit der Eröffnung der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik Celle wird die regionale Nahversorgung für Stadt und Landkreis Celle gewährleistet „wie das vor 40 Jahren erstmals eine Enquete-Kommission in ihrem ‚Bericht über die Lage zur Psychiatrie in Deutschland‘ gefordert hatte, „die die Gleichstellung von somatischen und psychiatrischen Erkrankungen sowie die wohnortnahe Versorgung“ empfahl, wie Celle Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende hervor hob.

Als abschließender Redner betonte Dr. Rainer Brase, Geschäftsführer des Klinikum Wahrendorff: „Nach einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts leidet ein Drittel der Bevölkerung innerhalb eines Jahres unter psychischen Störungen, vorrangig Angststörungen, Alkoholprobleme, Depressionen. Für die Stadt Celle wären dies allein rund 23.000 Menschen, für den Landkreis 60.000. Auswertungen von Krankenkassen zeigen, dass die Häufigkeit von Behandlungen, Krankenstand und Frühberentung aufgrund von psychischen Erkrankungen von Jahr zu Jahr zunimmt. Nun – glücklicherweise benötigen nicht alle diese Menschen die Behandlung eines Fachkrankenhauses, dann hätten wir nämlich deutlich zu klein gebaut!“

Heute werden seelische Erkrankungen verschiedener Ausprägung oftmals noch nicht ausreichend behandelt oder diagnostiziert. Damit lösen psychische Erkrankungen als Grund für einen Klinikaufenthalt die bisher hauptsächlich verantwortlichen Herz- und Kreislauferkrankungen ab. Weiter führte Brase aus: „Experten rechnen jedoch damit, dass psychische Erkrankungen bis zum Jahr 2030 zusammen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden zu den häufigsten Erkrankungen in industrialisierten Ländern werden könnten. Daher sind wir grundsätzlich darauf eingerichtet, unsere Kapazitäten noch zu erweitern.“ Hier füllt die neue Klinik in Celle vor Ort eine Versorgungslücke.

Nach dem musikalischen Abschluss des Festaktes durch Solisten des Johann-Strauß-Orchesters erhielten die Gäste einen drei Meter langen Zollstock mit dem Bild der neuen Klinik. „Dieser Zollstock steht für „messbar mehr!“, wie Dr. Brase erklärte. „Wir stehen für messbar mehr Leistung, messbar verbesserte Konzepte, erfolgreichere Behandlung, nachhaltigere Patientenstabilisierung und messbar bessere Ausbildung“, wie der Geschäftsführer ausführte.

Messbar und damit belegbar durch umfangreiche Qualitätsmessungen, die durch die hauseigene Forschungsabteilung entwickelt wurden.

Diese Qualität wird auch in der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik Celle umgesetzt.

 

Sneak Preview - Fachliche Themen und kollegialer Austausch

Rettungskräfte, Feuerwehr, Polizei, Mitglieder des Sozialpsychiatrischen Dienstes, der Betreuungs- und Beratungsstellen sowie der Sozialdienste haben am Vormittag des 12. August den Klinikneubau besichtigt. Gezeigt wurden auch die Liegendaufnahme und die Notaufnahme sowie die sogenannten „Krisenzimmer“, in denen Menschen vorübergehend Aufnahme finden, die sich in einer akuten Notsituation befinden und besonders enge Betreuung durch Pflegekräfte benötigen.  Diesmal standen fachlich-inhaltliche Fragen im Mittelpunkt.  Etwa, ob die Klinik direkt angefahren werden kann, “wenn keinerlei chirurgische oder internistische Indikationen vorliegen?“ – Ja, kann sie. Grundsätzlich können alle Patienten mit psychiatrischen  und psychosomatischen Erkrankungen aufgenommen werden. Nach der Eingangsuntersuchung wird die weitere Behandlung festgestellt.

Das Interesse war sehr groß und es kam zu angeregten Gesprächen auch über erweiterte Kooperationen wie Fortbildungen zu psychiatrischen Themen für Rettungskräfte.

Beschäftigte der Sozialdienste und Betreuungsstellen betonten, wie wichtig die lokale Versorgung für psychiatrisch-psychosomatische Patienten sei.

 

 

Voll wurde es am Nachmittag, als über 100 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie die Kolleginnen und Kollegen aus dem AKH sich in fünf Gruppen das Haus zeigen ließen und fachliche Fragen stellten. Hier ging es um Themen wie die direkte Überweisung von Patienten, ab wann eine stationäre Aufnahme von Patienten möglich sein wird (nach dem 19. August) oder wie die Erreichbarkeit der Klinik sich gestaltet (rund um die Uhr, es gibt eine Nummer, die immer erreichbar ist und über die die Aufnahme oder Weiterversorgung schnell organisiert wird). Kollegialer Austausch und gute Kooperationen zeichnen sich ab.

 

 

Sneak Preview: Große Medienresonanz am Tag vor der Eröffnung

Vertreter von Zeitungen, Nachrichtenagentur, Hörfunk und Fernsehen nutzten die offizielle Pressekonferenz, um mehr über den Neubau und die dahinter stehenden Konzepte zu erfahren. In dem Pressegespräch am 13. August 2015 informierten Dr. Rainer Brase, Geschäftsführer des Klinikum Wahrendorff (Mitte), Birgit Breitschuh, Architektin des bauplanenden Architekturbüro Sander Hofrichter (links) und Oberärztin Dr. med. Juliane Liersch (rechts) die Medienvertreter.  

Die neue Klinik in Celle ist Abbild einer sich fortlaufend verändernden Versorgung in der Psychiatrie und der Psychosomatik. In die Bauplanung ist die Orientierung am Wohl und den Bedürfnissen der Patienten zentral mit eingeflossen. Diese Orientierung bildet die Basis für neue medizinische, pflegerische und therapeutische Konzepte. Für die Patienten und Angehörigen bedeutet das kurze Wege, eine wohnortnahe Versorgung rund um die Uhr und neue, erleichternde Abläufe beim Wechsel von der stationären zur teilstationären Behandlung in der Tagesklinik. Eine Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) bietet zudem ein ambulantes Angebot zur möglichen Weiterbehandlung.

RTL NORD für Niedersachsen & Bremen plant einen Beitrag heute ab 18:00 Uhr in RTL Aktuell.

Vom Maulwurf befreit...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dass Bauarbeiten auch segensreich wirken können, machte Dr. Schachinger charmant mit humorig-feinen Worten und einem Geschenk deutlich. Mit freundlicher Genehmigung geben wir den nachbarschaftlichen Gruß wieder:

 

Klinikum Wahrendorff

Das Fachkrankenhaus für die Seele // Celle

Projekt Neubau Celle
Informationen und mehr.

Psychiatrisch Psychosomatische Klinik in Celle
Schlepegrellstr. 4
29223 Celle

Telefon: 05141 5935 - 0